Hauptwanderweg 12 – Odenwaldklub – Teil1: von Malchen nach Ober-Modau (Fortsetzung)

Den steilen Hang entlang führt der Weg bergab durch den Wald. Vorbei an einem Eichhörnchentelefon und weiteren Exponaten eines Waldlehrpfades. Die Sonne dringt zaghaft durch den Hochnebel und es ist angenehm Mild. Im diesjährigen späten Frühling tragen noch nicht alle Bäume Knospen. Doch erstes Grün taucht zaghaft auf dem Boden auf.

Nieder-Beerbach

Kaum wird es flacher, öffnet sich das Beerbachtal vor mir. Friedlich liegen die Wiesen, Weiden und Häuser von Nieder-Beerbach im Sonnenschein. Pferde grasen auf der Weide. Schneeglöckchen zieren einige Gärten.

Der Weg führt am gegenüberliegenden Hang hinauf Richtung Frankenhausen. Steil geht es auf der Kreisstraße in 2 Kurven hoch. Hier wäre es, trotz der guten Aussicht über das Beerbachtal, schön gewesen, wenn der Odenwaldklub den Wanderweg auf kleinere Waldwege geführt hätte. Alternativen sind auf dem Weg rauf auf die Augustenhöhe durchaus vorhanden.  

Auf der Augustenhöhe

Die Wolkendecke zieht sich zu und hier oben wird es etwas frisch. Doch die weite Sicht über das Tal mit seinen Seitenarmen und die Höhen mit ihren Wäldern und Windrädern entschädigt für die Anstrengung und die Kühle.

Auf halber Strecke nach Frankenhausen zweigt der Wanderweg ab in den Wald. Statt den vorhandenen Waldwegen zu folgen, führen die Markierungen einen schmalen unscheinbaren Pfad entlang, der parallel zur Kreisstraße führt. Leider ist der Pfad nur schwer auszumachen und die Markierung eher selten. Manches mal muss ich mich orientieren und den Pfad suchen.

Auf einer kleinen Bank zwischen Pfad und Straße, mit Blick Richtung Neutscher Höhe, mache ich Rast. Nach der Rast geht es durch den Laubwald weiter gen Frankenhausen.

Den Ort quere ich durch ein etwas neueres Wohngebiet. Unspektakulär.

Neutsch und Neutscher Höhe

Weiter nach Neutsch. Entlang der Weiden, Wiesen, Wälder und Felder, die die Hutzelstraße begleiten. Jedoch führt der Wanderweg nicht entlang dieser alten römischen Handelsstraße, auf der unter anderem der Europäische Fernwanderweg 1 verläuft, sondern auf kleineren Feldwegen parallel dazu.

Neutsch, ein abgelegenes Nest in einem sanften Tal, ist augenscheinlich schon lange besiedelt. Hier stehen viele Alte Bauernhöfe und Gasthäuser die sich rühmen können schon einige hundert Jahre betrieben zu werden. Idyllisch.

Hinter Neutsch führt mich der Weg zunächst entlang des Neutscher Bachs, dann etwas rauf in den Wald. Ein schöner Mischwald breitet sich zwischen Neutsch und Ober-Modau aus. Die friedliche Stimmung wird nur etwas getrübt vom Geräusch der Motorsägen. Da ich in Ober-Modau den Bus erreichen möchte, der nur alle Stunde fährt, muss ich mich jetzt etwas beeilen. Doch alles geht gut: 4 Minuten vor dem Bus bin ich an der Haltestelle.

Advertisements

Hauptwanderweg 12 – Odenwaldklub – Teil1: von Malchen nach Ober-Modau

Samstag 30.03.2013:

Früh ging es los mit der Straßenbahn Richtung Malchen. Natürlich nahm der Fahrkartenautomat in der Bahn keine Scheine, aber bis Eberstadt gilt ja meine Monatskarte und beim Umsteigen an der Haltestelle Rhein-Neckarstraße war genug Zeit ein entsprechendes Ticket zu kaufen.

In Malchen angekommen erst mal die Kamera aus dem Rucksack geholt, alles nochmal geprüft und dann ging es los. Das Rheintal war mit nebelverhüllt, während ich mich langsam durch den Ort den Berg hoch Richtung Burg Frankenstein begab. Immer dem weißen Symbol „=“ hinterher, das die Wegmarkierung des Hauptwanderweges 12 ist.

ImageAn der kleinen Kirche aus dem 16. jhd. vorbei, in die ich leider nicht rein konnte, in der es aber sehr schöne alte Gotische Wandgemälde geben soll.

Die Anfängliche Kühle wich langsam und mir wurde vom gehen richtig warm.

nachdem der Ortstrand erreicht war schlängelte sich der Weg weiter den Berg hoch: bis zur Burg Frankenstein sind insgesamt etwa 200 Höhenmeter zu überwinden. Ein luftiger Laubwald bedeckt diesen Hang  zwischen Odenwald und Bergstraße. Über schöne Waldwege geht es immer weiter rauf. Fast oben schälen sich schemenhaft die Umrisse des Restaurants der Burg aus dem diesigen Wald. Leider hat dieser 70er Jahre Bau den Charme eines Betonklotzes, die Gastronomie soll aber ganz gut sein. Die Aussicht von der Terrasse ist bei gutem Wetter Phänomenal und die Burgruine selber sehr schön.

Burg Frankenstein

An der Burg kreuzt der Weg mehrere andere Wanderwege, die teilweise den gleichen Route nehmen wie wir. Der HW 12 führt quasi hinter der Burg entlang, und passiert den kleinen Hintereingang. Also bin ich kurz rein in den Burghof, von der Terrasse in das Nebelmeer schauen und ein paar Fotos zu machen.

Hinter der Burg führt der Weg zügig runter nach Nieder-Beerbach.

Fortsetzung folgt