Archiv für den Monat April 2013

Hauptwanderweg 12 – Odenwaldklub – Teil1: von Malchen nach Ober-Modau (Fortsetzung)

Den steilen Hang entlang führt der Weg bergab durch den Wald. Vorbei an einem Eichhörnchentelefon und weiteren Exponaten eines Waldlehrpfades. Die Sonne dringt zaghaft durch den Hochnebel und es ist angenehm Mild. Im diesjährigen späten Frühling tragen noch nicht alle Bäume Knospen. Doch erstes Grün taucht zaghaft auf dem Boden auf.

Nieder-Beerbach

Kaum wird es flacher, öffnet sich das Beerbachtal vor mir. Friedlich liegen die Wiesen, Weiden und Häuser von Nieder-Beerbach im Sonnenschein. Pferde grasen auf der Weide. Schneeglöckchen zieren einige Gärten.

Der Weg führt am gegenüberliegenden Hang hinauf Richtung Frankenhausen. Steil geht es auf der Kreisstraße in 2 Kurven hoch. Hier wäre es, trotz der guten Aussicht über das Beerbachtal, schön gewesen, wenn der Odenwaldklub den Wanderweg auf kleinere Waldwege geführt hätte. Alternativen sind auf dem Weg rauf auf die Augustenhöhe durchaus vorhanden.  

Auf der Augustenhöhe

Die Wolkendecke zieht sich zu und hier oben wird es etwas frisch. Doch die weite Sicht über das Tal mit seinen Seitenarmen und die Höhen mit ihren Wäldern und Windrädern entschädigt für die Anstrengung und die Kühle.

Auf halber Strecke nach Frankenhausen zweigt der Wanderweg ab in den Wald. Statt den vorhandenen Waldwegen zu folgen, führen die Markierungen einen schmalen unscheinbaren Pfad entlang, der parallel zur Kreisstraße führt. Leider ist der Pfad nur schwer auszumachen und die Markierung eher selten. Manches mal muss ich mich orientieren und den Pfad suchen.

Auf einer kleinen Bank zwischen Pfad und Straße, mit Blick Richtung Neutscher Höhe, mache ich Rast. Nach der Rast geht es durch den Laubwald weiter gen Frankenhausen.

Den Ort quere ich durch ein etwas neueres Wohngebiet. Unspektakulär.

Neutsch und Neutscher Höhe

Weiter nach Neutsch. Entlang der Weiden, Wiesen, Wälder und Felder, die die Hutzelstraße begleiten. Jedoch führt der Wanderweg nicht entlang dieser alten römischen Handelsstraße, auf der unter anderem der Europäische Fernwanderweg 1 verläuft, sondern auf kleineren Feldwegen parallel dazu.

Neutsch, ein abgelegenes Nest in einem sanften Tal, ist augenscheinlich schon lange besiedelt. Hier stehen viele Alte Bauernhöfe und Gasthäuser die sich rühmen können schon einige hundert Jahre betrieben zu werden. Idyllisch.

Hinter Neutsch führt mich der Weg zunächst entlang des Neutscher Bachs, dann etwas rauf in den Wald. Ein schöner Mischwald breitet sich zwischen Neutsch und Ober-Modau aus. Die friedliche Stimmung wird nur etwas getrübt vom Geräusch der Motorsägen. Da ich in Ober-Modau den Bus erreichen möchte, der nur alle Stunde fährt, muss ich mich jetzt etwas beeilen. Doch alles geht gut: 4 Minuten vor dem Bus bin ich an der Haltestelle.

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